Großübung in Wallensen – Industriebrand mit vermissten Personen. Und ein Happy End mit Schöpf-Currywurst

August 24, 2010

Bericht: Weserbergland Nachrichten

Wallensen/Salzhemmendorf (wbn). Zum Schluß gab’s Schöpf-Currywurst mit Krautsalat und „erfrischenden Getränken“ für 140 Feuerwehrkameraden – doch zuvor war eine großangelegte, sehr anspruchsvolle Feuerwehrübung in Salzhemmendorf-Wallensen angesagt gewesen.

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Pressesprecher Jörg Grabandt schildert nachfolgend sehr sachkundig und detailreich für die Weserbergland-Nachrichten.de den Ablauf der Großübung:

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 Am Freitag wurde die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Ost zu einem Großbrand nach Wallensen bei der Firma Danform gerufen. Dort sollte ein Teil der Produktionshalle im Vollbrand stehen, mindestens 10 Personen vermisst sein und die Gefahr der Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile bestehen. Mit dieser Übungslage konfrontierte der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Müller den Bereitschaftsführer der Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost Thomas Küllig. Bereitschaftsführer Küllig setzte daraufhin den I. Zug (Fachzug Wassertransport) und den IV. Zug (Fachzug Wasserförderung acht) zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ein.

Mit den rund 11.000 Litern der wasserführenden Fahrzeuge konnte ein erster Angriff auf die in Brand stehenden Hallen vorgetragen werden. Atemschutzgeräteträger des IV. Zuges unter der Leitung von Tobias Jarmer rüsteten sich aus und suchten die Produktionshallen nach den vermissten Personen ab. Nachdem die Wasserversorgung zu den Halleneingängen aufgebaut war, wurde von weiteren Atemschutzgeräteträgern ein Innenangriff vorgenommen.

Parallel dazu wurde vom II. Zug (Fachzug Wasserförderung 16) unter der Leitung von Zugführer Max Redlich eine Wasserentnahme aus der Saale in Wallensen vorbereitet. Vom  offenen Gewässer aus wurde eine etwa 1500 Meter lange Schlauchleitung zum Brandobjekt hin verlegt. Der III. Zug (Fachzug Wasserförderung acht) unter der Leitung von Zugführer Hubert Brock bekam als Wasserentnahmestelle den Brunnen in Thüste zugewiesen. Von dort musste eine etwa 1600 Meter lange Schlauchleitung zu den brennenden Hallen verlegt werden. Während diese Wasserversorgung aufgebaut wurde, versorgten die Tanklöschfahrzeuge des I. Zuges im Pendelverkehr die Einsatzstelle mit Löschwasser. Im Laufe des Übungseinsatzes retteten die Einsatzkräfte 14 vermisste Personen aus den Produktionshallen.

Bereitschaftsführer Küllig zeigte sich insgesamt mit dem Übungsablauf zufrieden, merkte jedoch an, dass die Personensuche und –rettung erst sehr spät begonnen habe. Auch die eigenmächtige Verlegung der Verletzten-Sammelstelle an einen anderen als von ihm bestimmten Ort sah er kritisch. Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke merkte in seiner Ansprache zum Ende der Übung an, dass Kreisbereitschaftsübungen nicht nur teuer seien, sonder auch deutliches Verbesserungspotenzial bei den übenden Kräften aufzeigen würden, wie die Beobachter nunmehr feststellen konnten. Nach dem Dank an die Firmeninhaber von Danform verabschiedete Kreisbrandmeister Wöbbecke den langjährigen stellvertretenden Zugführer des IV. Zuges Walter Degner in den Feuerwehr-Ruhestand.

Als neuen Stellvertreter ernannte Wöbbecke Cord Pieper aus der Gemeinde Coppenbrügge, Ortsteil Diedersen. Seine offizielle Ernennung erhielt der bereits kommissarisch amtierende Zugführer des IV. Zuges Tobias Jarmer. Als vorletzten Akt des Übungsabends wurde der Zugführer des III. Zuges Hubert Brock zum Oberbrandmeister befördert.Im Anschluss servierte die Versorgungsgruppe für die 140 Einsatzkräfte „Schöpfcurrywurst“ mit Krautsalat und einem erfrischenden Getränk.

 

 

Mit einer “Ladung Feuer” Richtung Scheune – Traktorfahrer hat in letzter Minute noch die Kurve gekriegt

August 21, 2010

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Bericht: Weserbergland Nachrichten (wbn)

Bessingen/Coppenbrügge (wbn). Absolut cool hat ein Landwirt in Bessingen reagiert, der seine Strohballen in die Scheune bringen wollte und plötzlich feststellen musste, dass er „Feuer geladen“ hatte. Aus der Strohladung züngelten nämlich Flammen. Er zog die heiße Fracht auf ein Stoppelfeld und rief die Feuerwehr.

So konnte er auch noch seinen Oldtimer-Traktor retten und die Scheune vor Schaden bewahren. Jörg Grabandt von der Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont schildert das wie folgt: „Gestern wurde die Freiwillige Feuerwehr Bessingen zu einem Einsatz auf einen Acker in der Nähe des Sportplatzes gerufen. Ein Landwirt hatte mit einem älteren Hanomag-Traktor zwei Wagen mit Strohballen zur Scheune bringen wollen. Auf seinem Hof angekommen, merkte er jedoch, dass das Stroh auf einem der Wagen Feuer gefangen hatte. Geistesgegenwärtig fuhr er das Gespann von der Scheune weg auf einen angrenzenden und bereits abgeernteten Acker. In sicherer Entfernung löste er die Zugverbindung und trennte den historischen Schlepper von den Strohanhängern.

(Zum Bild: Brennender Anhänger – doch der Landwirt hatte großes Glück. Foto: Grabandt)

Wanderung der Seniorengruppe

August 13, 2010

Günter Meyer:
Am Freitag, den 13. August fand die diesjährige traditionelle Herbstwanderung der Feuerwehrsenioren statt.

Wie üblich, wurden die Kameraden ab 9:00 Uhr mit den Mannschaft-Transportwagen von ihren Wohnorten abgeholt und zum Ausgangspunkt der Wanderung gebracht.
Dieser befand sich diesmal an der B 1 „am Schecken“.
Hier begrüßte Willi Utdenwiede um 10:00 Uhr 76 Kameraden plus Fahrer.
Pünktlich um kurz nach 10:00 Uhr setzte sich die Gesellschaft in Bewegung. Der Wanderweg führte über die alte Bundesstrasse und nach Überquerung der Remte in Richtung ehemalige Scheckmühle. Hier konnte Kamerad Heinz Eichner sein Zuhause präsentieren. Es ging zunächst weiter auf dem Feldweg bis zum Bahndamm Hameln-Behrensen.
Hier war die erste Rast angesagt.
Die Kameraden der aktiven Gruppe von Behrensen hatten dazu Bänke aufgestellt und bei einer Schinkenwurst und einem Getränk nach Wahl wurde die verbrauchte Energie wieder aufgefrischt. Nach der Stärkung setzte sich der Zug entlang des Eichberges in Richtung Grabstätte Janssen in Bewegung. Bei angenehmer Temperatur mit etwas Sonnenschein war Marscherleichterung angesagt. Jacken und Sweatshirts waren jetzt überflüssig. Der 2. Rastplatz wurde mühelos erreicht. Und wieder standen Bänke und der Getränkewagen bereit um zu verschnaufen und den Flüssigkeitsverlust wieder aufzufrischen. Danach führte uns der Weg am Bahndamm entlang nach Behrensen auf den Hof der Familie Paulmann.
Auch hier warteten unter der Remise Tische und Bänke, eine „Tankstelle“ und eine „Gulaschkanone“ von der Reservisten-Kameradschaft aus Brünnighausen mit einer zünftigen Erbsensuppe mit Bockwurst und Brot auf Abnehmer.
Auch unser Gemeindebrandmeister Walter Schnüll reite sich zu dieser Zeit in die Runde ein.

So erlebten die ehemals aktiven Feuerwehrkameraden eine wunderschöne Wanderung sowie einen geselligen Nachmittag in kameradschaftlicher Runde, begleitet von interessanten Gesprächen, die zum Teil von Erlebnissen aus früherer Zeit geprägt waren.
Wieder einmal für die Feuerwehrsenioren ein erlebnisreicher Tag.
Nach 15:00 Uhr wurden die Kameraden dann wieder in ihre Heimatorte zurückgefahren.

Die Organisation dieser Veranstaltung lag diesmal in den Händen des Seniorenbeauftragten Hubert Weiß, mit starker Unterstützung durch die Ortswehr Behrensen unter Führung ihres Ortsbrandmeisters Willi Rose.
Dem Organisator mit all seinen Helfern gilt unser aller besonderer Dank.